Unser Testvideo
Heute möchten wir euch die Asics Magic Speed 3 vorstellen, einen Laufschuh, der im wettkampforientierten Segment des Running-Marktes antritt. Als dritte Version einer bereits sehr geschätzten Serie verspricht sie Neuerungen in Sachen Performance und Komfort.
Die Magic Speed 3 ist für schnelle Laufeinheiten und intensive Trainings konzipiert. Sie kombiniert Leichtigkeit mit Reaktivität, um dir maximale Effizienz zu bieten. Besonders interessant ist sie für Läuferinnen und Läufer, die ihre Zeiten auf kurzen wie auch längeren Distanzen verbessern möchten.
Aber hält die Magic Speed 3, was sie verspricht? Wir haben sie genauer unter die Lupe genommen und liefern unser umfassendes Urteil. In diesem Test erfährst du alles über die technischen Daten, die Performance auf der Straße und natürlich das Laufgefühl.
Asics Magic Speed 3 im Detail
Asics genießt einen ausgezeichneten Ruf in der Laufwelt, bekannt für innovative Designs und moderne Technologien. Die Magic Speed 3 setzt diese Tradition fort und bietet einige Verbesserungen gegenüber der Magic Speed 2.
Mit nur 221 g Gewicht ist der Schuh sehr leicht und auf Tempo ausgelegt. Der UVP von 180 Euro ist im Vergleich zu anderen High-End-Laufschuhen relativ erschwinglich.
Technisch betrachtet hat die Magic Speed 3 eine Fersenhöhe von 34,5 mm und eine Vorfußhöhe von 27,5 mm, was eine Sprengung (Drop) von 7 mm ergibt. Eine durchgehende Carbonplatte ist – wie bei den meisten Tempo- und Wettkampfschuhen – integriert.
Dieser Laufschuh ist vor allem für schnelle Wettkämpfe oder Tempoläufe gedacht, hat aber genügend Dämpfung, um auch länger zu unterstützen. Für lockere Dauerläufe oder Erholungsjogging ist er dagegen weniger geeignet, da die steife Carbonplatte im Vorfußbereich bei geringeren Geschwindigkeiten störend sein kann. Wer zudem besonders viel „Bounce“ erwartet, sollte wissen, dass das Laufgefühl eher auf Dynamik und Vortrieb abzielt und nicht so sehr auf starkes Federn. Auch ist der mittlere Bereich der Zwischensohle eher schmal – für Läuferinnen und Läufer mit breiten Füßen könnte das ein Stabilitätsfaktor sein.
Gegenüber der Magic Speed 2 hat die dritte Generation beim Gewicht und der Reaktionsfreudigkeit noch einmal zugelegt, ohne dabei Eigenschaften zu verlieren, die die Magic Speed-Serie so beliebt gemacht haben.
Auspacken: Erste Eindrücke
Das Öffnen eines neuen Laufschuhkartons ist immer etwas Besonderes, und die Magic Speed 3 bildet hier keine Ausnahme. Direkt beim Auspacken fallen einige Punkte auf.
Zunächst überrascht die Steifigkeit. Für Läuferinnen und Läufer, die weichere Modelle gewohnt sind, kann das ungewohnt sein. Man sollte jedoch bedenken, dass die Carbonplatte im Schuh für genau diese Straffheit sorgt und auf hohes Tempo ausgelegt ist.
Optisch hinterlässt die Magic Speed 3 mit ihrer modernen Farbgebung einen frischen, sportlichen Eindruck. Beim ersten Anprobieren spürt man sofort den Effekt der Carbonplatte – besonders im Vorfuß. Dieser Push nach vorne motiviert, den Fußaufsatz weiter nach vorne zu verlagern und schneller abzurollen.
Für den ersten Testlauf haben wir sieben Kilometer in unterschiedlichen Geschwindigkeiten absolviert. Anders als oft vermutet, vermittelt die FFBlast+ Dämpfung hier nicht ein sehr federndes Gefühl, sondern vielmehr eine reaktive, direkte Laufdynamik.
Fokus auf das Obermaterial: wenn Technologie auf Komfort trifft
Das Obermaterial der Magic Speed 3 verdient besondere Beachtung. Es besteht aus MOTION WRAP, einem extrem atmungsaktiven und dünnen Gewebe, das zu etwa 50 % aus recycelten Materialien besteht – ein Pluspunkt für umweltbewusste Läufer.
Bei genauerer Betrachtung fallen präzise Nähte in der äußeren Schicht auf. Sie gewährleisten eine stabile Struktur und sorgen für guten Halt des Fußes. Der Zehenbereich ist so gestaltet, dass die Zehen beim Aufprall und Abstoßen genügend Platz haben, was bei längeren oder besonders intensiven Läufen für Komfort sorgt.
Das Schnürsystem ist standardmäßig gehalten, aber effektiv – hier drücken keine überflüssigen Ösen oder zu enge Bereiche. Die Zunge ist dünn, aber innen angenehm weich. Zwei kleine Polsterungen schützen den Fußrücken beim Schnüren.
Der Fersenbereich umschließt die Achillessehne und die Ferse gut, ohne stark gepolstert zu sein. Das Einsteigen kann etwas fummelig wirken, da der Fersenteil sehr steif ist und keine separate Lasche zum leichteren Hineinschlüpfen hat.
Insgesamt vermittelt das Obermaterial ein stabiles Gefühl ohne Rutschen oder Wackeln – ein sicherer Fit für Tempoläufe und schnelle Spurts.
Unter dem Fuß: Eine Sohle für Höchstleistung
Der wahre Trumpf der Asics Magic Speed 3 liegt in ihrer Sohle. Hier kommen sämtliche Technologie-Highlights zusammen, um deinem Lauf den entscheidenden Schub zu verleihen.
Die Zwischensohle besteht aus zwei Schichten FFBlast+: oben und unten. Zwischen diesen Schichten liegt eine durchgehende Carbonplatte, die vor allem im Vorfußbereich ausgesprochen aggressiv wirkt. Zusammen mit der 7-mm-Sprengung und der ausgeprägten Rocker-Geometrie an den Zehen sorgt sie für einen schnellen, kraftvollen Abrollvorgang.
Obwohl FFBlast+ meist für einen gewissen Rückpralleffekt bekannt ist, steht bei der Magic Speed 3 klar die Dynamik der Carbonplatte im Vordergrund. Das Laufgefühl lässt sich am ehesten als Vortreibungs-Schub beschreiben.
Auf der Außensohle setzt Asics das ASICSGRIP-Gummi ein. Dieses Material deckt den Großteil des Vorfußbereichs sowie die lateralen und medialen Zonen ab. In der Mitte ist ein Ausschnitt, durch den die Carbonplatte sichtbar wird und Gewicht eingespart wird.
Die Traktion ist ausgezeichnet – egal ob auf Asphalt oder festem Untergrund. Besonders bei höheren Geschwindigkeiten macht das Laufen damit Spaß. Der „Wohlfühl-Tempo“-Bereich beginnt ungefähr bei flotten Pace-Einheiten, also ideal für Tempotraining oder schnelle Wettkämpfe.
Die Sohle der Magic Speed 3 ist ein wahres Technologie-Juwel, das Reaktionsfähigkeit, Stabilität und Traktion vereint, um dich zu Höchstleistungen zu führen.
Fazit: Asics Magic Speed 3 als vielseitiger Tempomacher
Die Asics Magic Speed 3 ist ohne Frage ein herausragender Laufschuh. Ihre Ausrichtung auf Geschwindigkeit ist unverkennbar, dennoch bietet sie dank zweilagiger FFBlast+ Zwischensohle ausreichend Dämpfung auch für längere Strecken.
Obwohl ich von der doppelten FFBlast+-Schicht ein besonders ausgeprägtes Federungsgefühl erwartet hatte, hat mich vor allem die Reaktivität und der dynamische Vortrieb beeindruckt. Bei gesteigertem Tempo entfaltet sich das wahre Potenzial der Carbonplatte. Egal ob Intervalle, Tempoläufe oder ein 5-km-Rennen – der Schuh liefert in all diesen Bereichen eine Top-Leistung.
Mit einem Preis von 180 Euro bietet die Magic Speed 3 zudem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die robuste Außensohle verspricht darüber hinaus eine lange Lebensdauer.
Die große Frage: Eignet sich die Magic Speed 3 auch für einen Marathon? Für den Halbmarathon ist sie auf jeden Fall eine sehr gute Wahl. Für die volle Marathondistanz geht es zwar, aber es gibt eventuell bequemere Alternativen für diese Länge. Für 10-km-Läufe und kürzere Strecken wie 5 km ist sie jedoch nahezu perfekt.
Die Asics Magic Speed 3 überzeugt mit ihrer starken Performance, einem ansprechenden Design und einem fairen Preis. Egal, ob du schon ein erfahrener Wettkampfläufer bist oder gerade erst voll durchstarten möchtest – die Magic Speed 3 könnte der nächste Schritt sein, um deine Ziele zu erreichen.
Technische Daten
Untergrund | Straße |
---|---|
Sprengung (Drop) | 7 mm |
Gewicht | 209 g |
Abrollverhalten | Neutral |
Einsatzbereich | Intensives Training / Wettkampf |
Marke | Asics |